Gewalt vorbeugen – das geht

Mit einem neuen Themenbereich Gewaltprävention zeigt der ZFD, dass Gewalt in Krisen- und Konfliktregionen verhindert werden kann. Besondere Verdienste kommen der Zivilgesellschaft zu. Es könnte aber noch mehr erreicht werden.

„Unser Ziel ist es, friedliche und gerechte Gesellschaften zu fördern. Wenn wir frühzeitig handeln, können wir Gewalt in Krisen- und Konfliktregionen verhindern“, sagt Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst. „Dazu gehört, dass wir verfeindete Parteien wieder ins Gespräch bringen und gemeinsame Perspektiven für eine friedliche Zukunft erarbeiten. In unserem Themenbereich zeigen wir, wie das funktioniert.“

Die Schauplätze Guinea und Libanon bilden den Auftakt von insgesamt acht Projekten, die intensive Einblicke in die gewaltvorbeugende Arbeit des ZFD und seiner Partner gewähren. In einem Abstand von etwa zwei Monaten folgen Beispiele aus Kolumbien, Philippinen, Mali, Mazedonien, Israel/Palästinensische Gebiete und Kamerun. „Gewalt vorbeugen – das geht“ setzt sich aus vielfältigen Bausteinen zusammen, die unterschiedliche Informationsbedürfnisse bedienen: So gibt es Info-Häppchen für den schnellen Überblick, Zeitleisten zur historischen Orientierung und Beiträge für ein tieferes Verständnis der Friedensarbeit. Auch ZFD-Fachkräfte und Partner kommen mit fachlichen und persönlichen Erfahrungen zu Wort.

„Wir zeigen, was zivile Gewaltprävention leistet, und dass wir noch viel mehr erreichen könnten, wenn wir unser Engagement ausbauen“, bekräftigt Martin Vehrenberg. „In Guinea lieferte ein ZFD-Projekt beispielsweise den Impuls zum Aufbau eines landesweiten Netzwerks mit Friedenskomitees. Wenn aus lokalen Initiativen der Konfliktbewältigung nationale Netzwerke der Friedensförderung werden, sind wir dem Ziel einer friedlichen und gerechten Welt einen großen Schritt näher.“

Der Themenbereich ist unter www.ziviler-friedensdienst.org/praevention erreichbar.