Gewalt vorbeugen? So geht’s.

8.11.2017

Vergangenheit bewältigen, Konfliktursachen bearbeiten, Zivilgesellschaft stärken: Eine neue Bild-Text-Collage aus dem ZFD zeigt, was nötig ist, um Gewalt zu verhindern. Sie steht ab sofort im frisch angelegten Menüpunkt „Infografiken“ (Material) zum Download bereit.


Die neue Bild-Text-Collage veranschaulicht, was Gewaltprävention grundsätzlich braucht.

Um die Spirale aus Hass und Gewalt zu durchbrechen, ist mehr als ein Waffenstillstand und ein Friedensabkommen erforderlich. Wenn die Waffen schweigen, muss der Frieden von allen Beteiligten errungen werden. Das ist harte Arbeit. Das erfordert Engagement und Unterstützung. Dazu braucht es Konzepte, Fachkräfte und kluge Ideen. All das bietet der ZFD, um Menschen in den Partnerländern bestmöglich bei ihrer Friedensarbeit unterstützen zu können.

Die Präventionsarbeit des ZFD schafft die Grundlagen für einen stabilen Frieden, indem sie die Partnerorganisationen dabei unterstützt:

  • die Basis der Gesellschaft zu stabilisieren
  • Feindbilder abzubauen und Annäherung und Zusammenleben zu ermöglichen
  • Räume für Dialog und Versöhnung zu schaffen
  • alle Beteiligten einzubeziehen und Benachteiligten Gehör zu verschaffen
  • Konflikte samt Folgen und Ursachen umfassend zu bearbeiten
  • Vergangenheit und Traumata aufzuarbeiten, Perspektiven zu eröffnen
  • Gerechtigkeit und Teilhabe zu fördern
  • erfolgreiche, präventive Ansätze auszubauen und auf andere Kontexte zu übertragen
  • Mechanismen der gewaltfreien Konfliktarbeit zu stärken (Zivilgesellschaft, Kirchen, Verbände, Verwaltung, Unis, Justiz, Medien)

Dies haben wir in der Bild-Text-Collage zusammen gefasst, die ab sofort im neu eingerichteten Menüpunkt „Infografiken“ zum Download bereit steht. Dort finden sich weitere Infografiken, die Informationen rund um den ZFD anschaulich aufbereiten. Alle Grafiken können kostenlos heruntergeladen und für die Medien- und Bildungsarbeit genutzt werden.


Bei der Arbeit des ZFD in Krisen- und Konfliktregionen geht es nicht nur darum, Gewalt zu verhindern, sondern auch darum, Perspektiven für ein friedliches Miteinander zu schaffen.Wie das funktioniert, zeigen wir seit Juli 2017 in unserem Dossier Gewaltprävention. Projekte aus Guinea, dem Libanon und Kolumbien geben bereits ein eindrucksvolles Bild, wie zivile Konfliktbearbeitung wirkt – und welchen Beitrag der ZFD und seine Partner dazu leisten. Ab Ende nächster Woche wird im Dossier mit den Philippinen ein weiteres Modellprojekt vorgestellt.

Insgesamt werden über einen Zeitraum von gut einem Jahr acht Projekte in acht Ländern gezeigt. Alle acht Beispiele verdeutlichen, dass es echte Alternativen zur Spirale aus Gewalt und Gegengewalt gibt. Sie zeigen auch, dass es Sinn macht, diese Alternativen auszubauen, um flächendeckende und dauerhafte Erfolge zu erzielen.