Aktuelles

Burundi: Friedensarbeit in Krisenzeiten

In Burundi herrschen erneut Unruhen, aufgeflammt durch das umstrittene dritte Mandat des amtierenden Präsidenten. Das Land erlebt gewaltsam ausgetragene politische Machtkämpfe und als Folge davon humanitäre und wirtschaftliche Krisen. Mehr als 250.000 Menschen flohen in die Nachbarstaaten und über 1.000 Menschen wurden ermordet. Den Spannungen in der Politik steht eine Bevölkerung gegenüber, die Frieden will. Inmitten der Krise setzen viele Menschen ihre Friedensarbeit fort. Der ZFD unterstützt sie dabei.  

Menschenrechtsbeobachtung in Kamerun

In Kamerun werden ab Ende Juli gravierende Menschenrechtsverletzungen in drei ausgewählten Regionen (Littoral, Nordwesten und Norden) dokumentiert und analysiert. Den Grundstein zu dem Projekt legten kürzlich die ZFD-Partnerorganisation RECODH, ein Netzwerk von kamerunischen Menschenrechtsorganisationen, und die Deutsche Botschaft in Jaunde. Die Ergebnisse der Menschenrechtsbeobachtung fließen in einen Untersuchungsbericht ein, der Ende November veröffentlicht werden soll.  

Die Friedensabkommen des Balkans

Die neue Ausgabe des Magazins „Balkan.Perspectives“, das vom ZFD unterstützt wird, widmet sich dem Thema Friedensabkommen. Am Beispiel des westlichen Balkans wird untersucht, welche Rolle Friedensverträge und diplomatische Verhandlungen in Friedensprozessen spielen. Seit den 1990er Jahren haben verschiedene Friedensabkommen die politische Landschaft der Region geprägt. Der bekannteste Vertrag ist vermutlich das Dayton-Abkommen, das dem Krieg in Bosnien und Herzegowina 1995 formell ein Ende setzte.

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller würdigt Arbeit des ZFD

Bei einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Zivilen Friedensdienstes betonte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller am vergangenen Mittwoch die Bedeutung des Zivilen Friedensdienstes für die entwicklungspolitische Arbeit in den Bereichen Krisenprävention und Friedensförderung. „Entwicklungspolitik ist Friedenspolitik. Jede Krise hat ein Davor und ein Danach: Die Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und Hunger mindert Konflikte und beugt so Krisen vor“, sagte Entwicklungsminister Müller in Bonn. „Bei der Konfliktnachsorge geht es um Dialog, Aufarbeitung und Versöhnung. Der Zivile Friedensdienst hat die notwendige Erfahrung, um sowohl Krisenprävention als auch Friedensförderung zu stärken.“

Online-Dossier erschienen: ZFD und Flucht

Weltweit sind mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Noch nie waren es so viele wie heute. Abschottung und sicherheitspolitische Maßnahmen sind keine geeignete Antwort auf die Fluchtbewegungen und ihre Folgen. Wenn wir die Herausforderungen und Konflikte, die damit einher gehen, friedlich bewältigen wollen, müssen wir uns gewaltfrei und konstruktiv engagieren. In dem neuen Online-Dossier „Flucht. Gewalt vorbeugen, Zusammenleben fördern, Rückkehr erleichtern“ zeigt der ZFD, wie zivile Friedensarbeit die Auswirkungen von Flucht- und Migrationsbewegungen mildert, Menschen vor Gewalt schützt und Frieden fördert.  

Zeder und Jasmin - Recyceln um des Friedens willen

Bar Elias ist eine Kleinstadt in der Bekaa, im Osten des Libanons. Am Ortseingang steht auf einem blauen Schild: Einwohnerzahl 50.000. Damit sind nur die Libanesinnen und Libanesen gemeint. In den letzten Jahren sind mindestens nochmal so viele Syrerinnen und Syrer dazu gekommen. Die Stadt ist auf den großen Zuwachs nicht vorbereitet. Es gibt Spannungen in der Bevölkerung und Ressentiments gegenüber den Zugezogenen. Ein Recycling-Projekt sorgt für Annäherung.

Versöhnungsschulen beim Forum Friedenspsychologie

Vom 8. bis zum 10. Juli findet in Landau die 29. Jahrestagung des Forums Friedenspsychologie statt. Für den Zivilen Friedensdienst ist Friedensfachkraft Inga Seifert mit dabei, die derzeit in Peru für das Centro Loyola Ayacucho arbeitet. Sie referiert über Erfahrungen mit der Methode „ESPERE - Schule der Vergebung und Versöhnung“ im peruanischen Versöhnungsprozess. Die Methode hilft, klassische „Täter-Opfer“-Kategorien zu überwinden, um Versöhnung zu erleichtern.

Mexiko - Schutz für Menschenrechtsverteidiger und Journalisten

Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidiger und  Journalistinnen und Journalisten leben in Mexiko oft gefährlich. Daher hat die mexikanische Regierung 2012 verschiedene Mechanismen etabliert, um die Arbeit und das Leben dieser Gruppen besser zu schützen. Die Wirkungen und Herausforderungen der Schutzmechanismen wurden kürzlich von pbi Mexiko und der Partnerorganisation WOLA untersucht.  

Yafa Cultural Center gewinnt Global Impact Award

Die ZFD-Partnerorganisation Yafa Cultural Center, ein Gemeindezentrum in den besetzten palästinensischen Gebieten, wurde von der Stars Foundation für ihre Arbeit mit Kindern im Flüchtlingslager Balata (Westjordanland) ausgezeichnet. Die Auszeichnung Global Impact Award ist mit einem Preisgeld in Höhe von 50.000 US-Dollar dotiert. Das Yafa Cultural Center bietet Kindern und Jugendlichen im Balata Flüchtlingslager einen sicheren Raum für soziale und kulturelle Aktivitäten.

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