Pädagogisches Material

"Wir scheuen keine Konflikte"

Ein Rundgang durch die Ausstellung

Ideen für die politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen ab 14 Jahre

Wie man die Plakatausstellung des Zivilen Friedensdienstes, „Wir scheuen keine Konflikte“ in einem 3-stündigen Programm für politische Bildung mit Jugendlichen nutzen kann, beschreibt diese Broschüre, die sich als eine Art „Gebrauchsanweisung“ versteht.

Konflikte können nur durch militärisches Eingreifen gelöst werden? Diese Kurzschlusslogik widerlegt die Ausstellung. Sie zeigt den Jugendlichen alternative Handlungsmöglichkeiten. Wie kann die Eskalation von Gewalt verhindert oder zumindest eingedämmt, wie der Aufbau nachhaltigen Friedens unterstützt werden? Anhand von Beispielen erfolgreicher Projektarbeit in Ländern wie Niger, Palästina, Mazedonien oder Kongo illustriert die Ausstellung welche Methoden gewaltfreier Konfliktbearbeitung funktionieren.

Das Programm wendet sich an Jugendliche (wie beispielsweise Schulklassen) ab 14 Jahren. Benötigt wird ein/e pädagogische/r Leiter/-in, der/die in die Thematik einführt und die Gesamtmoderation des Programms übernimmt. Bei Schulklassen könnte, dies der/die initiierende Lehrer/-in sein. Dazu kommen Moderatoren/- innen für die Gruppenarbeit. Ein/e Moderator/-in betreut eine Gruppe von jeweils 5 bis 8 Jugendlichen. Die Gruppen arbeiten mit den Bildern der Ausstellung und diskutieren eigene Gedanken und Erfahrungen. Themen für Gruppenarbeiten sind unter anderem Streitschlichtung, Respekt, Frauen im Friedensprozess, Wege zur Versöhnung. Jugendliche mit Migrationshintergrund können hier unter Umständen eigene Erlebnisse gespiegelt sehen.

Die Autorinnen Renate Grasse und Eva Wastian von der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik in München haben dieses Programm mit vielen Schulklassen (Berufsvorbereitungsjahr, Berufsschulen, Realschulen, Gymnasien) und Studierenden als Moderatoren/-innen erprobt. Es eignet sich für Projekttage oder andere aus dem Schulalltag herausgehobene Anlässe.

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Unterrichtsmaterial zur zivilen Konflikttransformation

Geeignet für Mittel- und Oberstufe sowie Berufsschulen

In Krisenregionen Gewalt ohne militärische Mittel mindern, die zivilen Kräfte der Gesellschaft dabei stärken, Konflikte friedlich zu regeln: Das ist die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes (ZFD). Gewaltsame Konflikte in konstruktive Auseinandersetzungen transformieren – wie kann das funktionieren? Darum geht es in diesen Bildungsmaterialien.  

Mit Hintergrundinformationen, interessanten Reportagen und zahlreichen Arbeitsblättern stellen sie den ZFD, seine Arbeit und die Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung vor. Die Schülerinnen und Schüler können den ZFD genauer kennenlernen, ihn kritisch bewerten, eigene Positionen entwickeln, Handlungsmöglichkeiten erkunden – und sich dabei auch damit auseinandersetzen, wie Konflikte im Alltag hierzulande geregelt werden.

Ein Schwerpunkt der Materialien liegt auf den Menschen im ZFD und ihrer praktischen Arbeit für den Frieden: Fachkräfte und ihre Kolleginnen und Kollegen vor Ort kommen zu Wort. Sechs Reportagen beschreiben ihre Arbeit in fünf Konfliktregionen und in verschiedenen Handlungsfeldern der zivilen Konfliktbearbeitung. 

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